ACE-Verkehrssicherheitsaktion „Goodbye Elterntaxi“ in Westerholt liefert zwiespältiges Ergebnis Pressemitteilung des ACE

Wes­ter­holt (ACE) 27. Mai 2019 – Mit „Good­bye Eltern­ta­xi“, sei­ner mitt­ler­wei­le 15. bun­des­wei­ten Club­initia­ti­ve zur Ver­kehrs­si­cher­heit, appel­liert der ACE, Deutsch­lands zweit­größ­ter Auto­club, aktu­ell an alle Fami­li­en mit Kin­dern im Vor- und Grund­schul­al­ter, das Eltern­ta­xi mög­lichst ste­hen zu las­sen. Ziel der Akti­on ist es, Unfall­ge­fah­ren im unmit­tel­ba­ren Schul­um­feld zu ver­mei­den und Kin­dern die Chan­ce zu geben, selb­stän­dig sicher unter­wegs zu sein.

Ehren­amt­li­che des ACE-Krei­ses Reck­ling­hau­sen check­ten dazu am Akti­ons­tag 27. Mai 2019 vor der Grund­schu­le Mar­ti­ni in Wes­ter­holt den mor­gend­li­chen Bring­ver­kehr. Unter­stützt wur­den sie dabei vom Ver­kehrs­po­li­ti­schen Spre­cher der SPD im Land­tag, Cars­ten Löcker. Das Ergeb­nis kann sich durch­aus sehen las­sen: Nur 12,6 Pro­zent der Kin­der, die hier mor­gens zur Schu­le kom­men, wur­den mit dem elter­li­chen Auto gebracht. Ein gutes Ergeb­nis. Lei­der ver­hiel­ten sich Auto­fah­re­rin­nen und Auto­fah­rer im nahen Umfeld der Schu­le nicht immer rück­sichts­voll und regel­kon­form. Fast 66 Pro­zent der Eltern­ta­xis, die Kin­der zur Schu­le kut­schier­ten, hiel­ten im Park­ver­bot auf dem Geh­weg oder in der zwei­ten Rei­he.

Wal­ter Schle­ge­mann, Vor­sit­zen­der des ACE-Krei­ses Reck­ling­hau­sen: „Die Beob­ach­tun­gen des heu­ti­gen Tages stim­men uns zum einen posi­tiv. Mit Blick auf die Zahl der Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die ohne Auto ihren Schul­weg zurück­le­gen, kann man die Eltern loben. Hier bekom­men Kin­der die Chan­ce, Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr zu erlan­gen, durch ganz prak­ti­sches Üben – zu Fuß, mit dem Rad und in der Gemein­schaft. Zum ande­ren bedeu­te für die­je­ni­gen, die zu Fuß unter­wegs sind und für all jene, die aus­stei­gen und hin­ter den hohen Auto­tü­ren nicht gese­hen wer­den, die Eltern­ta­xis eine enor­me Unfall­ge­fahr.“ Hier gibt es noch Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten ist sich auch Cars­ten Löcker sicher und unter­stützt wei­te­re Aktio­nen im Kreis Reck­ling­hau­sen.

Kin­der bei Eigen­stän­dig­keit unter­stüt­zen

Hin­ter­grund der ACE-Akti­on sind die vie­ler­orts zu beob­ach­ten­den, ris­kan­ten Park- und Wen­de­ma­nö­ver der Eltern­ta­xis, ein­her­ge­hend mit zu viel Ver­kehr vor Schu­len, der die Unfall­ge­fahr für Kin­der erhöht. Wäh­rend­des­sen blei­ben die zu erler­nen­de Ver­kehrs­kom­pe­tenz und die gesun­de Bewe­gung für die Kin­der auf der Stre­cke. Der ACE will deutsch­land­weit auf die Fak­ten auf­merk­sam machen und bei Eltern das Bewusst­sein schär­fen, wie wich­tig es ist, aktiv Erfah­run­gen im Stra­ßen­ver­kehr zu sam­meln.

Auf dem Rück­sitz eines Autos kön­nen Kin­der kei­ne Sicher­heit im Stra­ßen­ver­kehr erler­nen. Das wol­len wir ver­deut­li­chen und Eltern dazu auf­for­dern, sich Zeit zu neh­men, um mit ihrem Nach­wuchs gemein­sam im Stra­ßen­ver­kehr zu üben – am bes­ten zu Fuß. Wenn der Weg zu lang ist, soll­ten die Schü­ler zumin­dest die letz­ten 500 Meter eigen­stän­dig zurück­le­gen“, erläu­tert Wal­ter Schle­ge­mann.

Für Eltern und Kin­der ent­ste­hen viel­fäl­ti­ge Chan­cen: Freund­schaf­ten wer­den geschlos­sen und Ängs­te sowie Bewe­gungs- und Koor­di­na­ti­ons­de­fi­zi­te abge­baut. Und auch Eltern wird gehol­fen, ihre Angst um das eige­ne Kind abzu­bau­en. Wer sei­nem Kind mög­lichst viel abneh­men möch­te, beraubt es wert­vol­ler Erfah­run­gen und Trai­nings­si­tua­tio­nen. Die ACE-Akti­on „Good­bye Eltern­ta­xi“ will auf­klä­ren, hel­fen und unter­stüt­zen.

Mehr als 1.000 Schul­weg­maß­nah­men bis­lang

Mit weit über 1.000 Schul­weg-Maß­nah­men des ACE konn­ten bun­des­weit in den ver­gan­ge­nen Jah­ren etli­che Kin­der fit für den eigen­stän­dig zurück­ge­leg­ten Schul­weg gemacht wer­den. Die ACE-Akti­on „Good­bye Eltern­ta­xi“ läuft deutsch­land­weit noch bis zum Sep­tem­ber. Anschlie­ßend wird der ACE eine bun­des­wei­te Aus­wer­tung vor­le­gen.