Straßenausbaubeiträge abschaffen SPD Herten will die Bürgerinnen und Bürger entlasten

Die SPD-Frak­ti­on im Land­tag NRW hat heu­te auf ihrer Klau­sur­ta­gung in Brühl einen Gesetz­ent­wurf beschlos­sen, der die Abschaf­fung der Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge vor­sieht. Dazu erklärt der Her­te­ner SPD Vors. Cars­ten Löcker: „Mit dem Gesetz­ent­wurf will die SPD vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ent­las­ten. Vie­le von ihnen ste­hen heu­te vor exis­ten­zi­el­len Pro­ble­men, wenn die städ­ti­schen Gebüh­ren­be­schei­de kom­men. Ihnen wol­len wir hel­fen.

Unser Vor­schlag, so Löcker wei­ter, ist kom­mu­nal­freund­lich. „Für kei­ne Gemein­de, für kei­ne Stadt ent­ste­hen zusätz­li­che Kos­ten. Das Land soll den Anteil der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger über­neh­men.”

Hin­ter­grund: Die Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge sind in erheb­li­che Kri­tik gera­ten, da die Bei­trags­be­las­tun­gen für die betrof­fe­nen Grund­stücks­ei­gen­tü­mer im Ein­zel­fall sehr hoch sind und bis in den vier– oder sogar fünf­stel­li­gen Bereich rei­chen kön­nen. Die­se hohen Bei­trags­for­de­run­gen brin­gen vie­le Bei­trags­pflich­ti­ge in erheb­li­che finan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten. Dies setzt wie­der­um die erhe­ben­den Kom­mu­nen zuneh­mend unter Druck. In den letz­ten Jah­ren ist es in die­sem Zusam­men­hang zu einer stei­gen­den Zahl von Rechts­be­helfs­ver­fah­ren gekom­men. Auch die Mög­lich­kei­ten von Stun­dung und Raten­zah­lun­gen kön­nen die dar­ge­stell­te Pro­ble­ma­tik der star­ken finan­zi­el­len Belas­tung von Grund­stücks­ei­gen­tü­me­rin­nen und Grund­stücks­ei­gen­tü­mern nicht besei­ti­gen. Die der­zei­ti­ge Rechts­la­ge berück­sich­tigt nicht die per­sön­li­che oder wirt­schaft­li­che Situa­ti­on der Bür­ger.