Radschnellweg in Bonn: Entschlossenes Handeln oder folgenlose Sonntagsreden?“

Wie der Bon­ner Gene­ral-Anzei­ger jetzt berich­tet, lehnt Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Hen­drik Wüst den von der Stadt Bonn gewünsch­ten Bau eines Rad­schnell­wegs ab. Dazu erklärt der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD-Land­tags­frak­ti­on, Cars­ten Löcker:

Wer eine umfas­sen­de Ver­kehrs­wen­de will, muss auch den Rad­ver­kehr nach Kräf­ten för­dern. Dazu gehört zu aller­erst eine moder­ne und leis­tungs­fä­hi­ge Ver­kehrs­in­fra­struk­tur für die Rad­fah­rer. Die von der ehe­ma­li­gen SPD-geführ­ten Lan­des­re­gie­rung geschaf­fe­nen Rad­schnell­we­ge sind dafür ein her­vor­ra­gen­des Werk­zeug. Die Stadt Bonn hat der Lan­des­re­gie­rung dazu eine seri­ös und gewis­sen­haft erar­bei­te­te Mach­bar­keits­stu­die und Wirt­schaft­lich­keits­ana­ly­se zur Prü­fung vor­ge­legt. Wenn es jetzt zu Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen der Kom­mu­ne und der Lan­des­re­gie­rung hin­sicht­lich der Rea­li­sie­rung eines sol­chen Rad­we­ges kommt, so kann das eine Her­aus­for­de­rung sein, aber kein unlös­ba­res Pro­blem.

Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Wüst ist nun­mehr gefor­dert, mög­lich zu machen, was mög­lich zu machen ist. Ein wei­te­rer Rad­schnell­weg wird der Rad­ver­kehrs­in­fra­struk­tur in Nord­rhein-West­fa­len sehr gut­tun. Der poli­ti­sche Wil­le zur För­de­rung des Rad­ver­kehrs wird von der Lan­des­re­gie­rung viel­fach geäu­ßert. Geld ist aus­rei­chend vor­han­den. Das ange­dach­te Pro­jekt in Bonn ist des­halb eine Bewäh­rungs­pro­be für die Lan­des­re­gie­rung: Han­delt sie gemäß ihren eige­nen Ankün­di­gun­gen, oder belässt sie es bei blu­mi­gen Sonn­tags­re­den?“