Nordrhein-Westfalen braucht einen Aufbruch für mehr Binnenschifffahrt“

Anläss­lich der Exper­ten­an­hö­rung im Ver­kehrs­aus­schuss des Land­tags NRW zum Bau einer zwei­ten Schleu­se für den Dort­mun­der Hafen habe ich in mei­ner Funk­ti­on als der ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­cher der SPD-Frak­ti­on erklärt:

Die Bin­nen­schiff­fahrt in Nord­rhein West­fa­len ist ein schla­fen­der Rie­se. Kein ande­rer Ver­kehrs­trä­ger hat der­ar­ti­ge Kapa­zi­täts­re­ser­ven für die Beför­de­rung von Gütern. Des­halb ist die Stär­kung der Ver­keh­re auf unse­ren Bin­nen­was­ser­stra­ßen wirt­schaft­lich und umwelt­po­li­tisch drin­gend gebo­ten. Eine Ver­än­de­rung der Ver­kehrs­an­tei­le zuguns­ten der Was­ser­stra­ßen ist auch des­halb unum­gäng­lich, weil unse­re Stra­ßen drin­gend vom wei­ter wach­sen­den Güter­ver­kehr ent­las­tet wer­den müs­sen.

Vor die­sem Hin­ter­grund ist das Ergeb­nis der Exper­ten­an­hö­rung ein­deu­tig. Die poli­ti­schen Zie­le mit Blick auf einen Mas­ter­plan der Bun­des­re­gie­rung für die Bin­nen­schiff­fahrt sind rich­tig gesetzt. Aller­dings fehlt eine wirk­li­che Auf­bruch­stim­mung, ins­be­son­de­re auch bei den zustän­di­gen Behör­den und der Lan­des­re­gie­rung. Mit Sonn­tags­re­den allein ist es nicht getan. Des­halb muss die Lan­des­re­gie­rung in Ber­lin mas­siv für eine Beschleu­ni­gung der Repa­ra­tur und des Aus­baus der zuge­hö­ri­gen Ver­kehrs­in­fra­struk­tur in Nord­rhein-West­fa­len ein­tre­ten. Dazu gehört auch, ent­spre­chen­de Pro­jek­te wie zum Bei­spiel das Brü­cken­an­he­bungs­pro­gramm für die Kanä­le mit mehr Eigen­in­itia­ti­ve zu unter­stüt­zen.

In die­sem Gesamt­zu­sam­men­hang ist die Stär­kung des Dort­mun­der Hafens, dem größ­ten Kanal­ha­fen Euro­pas, durch den Bau einer zwei­ten Schleu­sen­kam­mer drin­gend erfor­der­lich.“