Landesregierung kürzt Polizeistellen Bezirk Recklinghausen ist besonders betroffen

Heu­te wur­den vor­ab ers­te Pla­nun­gen für die soge­nann­te „belas­tungs­be­zo­ge­ne Kräf­te­ver­tei­lung“ der nord­rhein-west­fä­li­schen Poli­zei im kom­men­den Jahr bekannt. Dem­nach sol­len den Poli­zei­be­hör­den in zahl­rei­chen Städ­ten und Krei­sen im kom­men­den Jahr weni­ger neue Poli­zis­ten als bis­her zuge­wie­sen wer­den. Hier­zu erklär­te ich gegen­über der Pres­se:

Die jetzt in der Öffent­lich­keit bekannt gewor­de­nen Zah­len ste­hen in einem schar­fen Gegen­satz zu den voll­mun­di­gen Ankün­di­gun­gen der Lan­des­re­gie­rung, die Poli­zei und die inne­re Sicher­heit zu stär­ken. Im Bezirk Reck­ling­hau­sen wer­den im Ver­gleich zum lau­fen­den Jahr 11 Plan­stel­len weni­ger vor­han­den sein als im lau­fen­den Jahr. Dies bedeu­tet eine Schwä­chung der inne­ren Sicher­heit! Gera­de dort, wo eine wei­te­re Stär­kung der Poli­zei­prä­senz beson­ders not­wen­dig ist – im Wach- und Strei­fen­dienst – kommt es zu Schrump­fun­gen. Nach­dem die Lan­des­re­gie­rung bereits beim Poli­zei­ge­setz auf­grund der offen­kun­di­gen Ver­fas­sungs­wid­rig­keit ein­zel­ner Bestim­mun­gen einen teil­wei­sen Rück­zie­her vor­neh­men muss­te, fällt hier das nächs­te Ver­spre­chen der schwarz-gel­ben Koali­ti­on wie ein Kar­ten­haus in sich zusam­men: Zu Las­ten unse­res Krei­ses und auch der Poli­zis­ten und Poli­zis­tin­nen, die für unse­re Sicher­heit im Ein­satz sind.“

Hintergrund:

Seit 1996 erfolg­te die lan­des­wei­te Ver­tei­lung der Poli­zis­ten und Poli­zis­tin­nen nach der soge­nann­ten „belas­tungs­be­zo­ge­nen Kräf­te­ver­tei­lung (BKV)“. Die BKV folgt der Sys­te­ma­tik, die Behör­den per­so­nell zu unter­stüt­zen, die am stärks­ten durch die Ver­kehrs­un­fall- und Kri­mi­na­li­täts­ent­wick­lung belas­tet sind. Des­halb wird jähr­lich nach belas­tungs­be­zo­ge­nen Kri­te­ri­en (Kri­mi­na­li­täts- und Ver­kehrs­un­fall­ent­wick­lung) die Grund­la­ge für das im Nach­er­satz­ver­fah­ren zu ver­tei­len­de Per­so­nal fest­ge­legt.