Kneipengespräche zur „Mobilität der Zukunft“ Bürgerdialog in der Gaststätte Fornarina in Marl

Cars­ten Löcker und Dis­kus­si­ons­gast Lud­ger Vor­tmann

Sie sind mein Held des All­tags“ – die­se Wor­te rich­te­te der dama­li­ge NRW-Ver­kehrs­mi­nis­ter Micha­el Gro­schek an den Jour­na­lis­ten Lud­ger Vor­tmann, als ihm die­ser über sei­ne Erfah­run­gen aus einem Vier-Wochen-Pra­xis­test als E‑Biker berich­te­te. Die­se Erfah­run­gen teil­te Lud­ger Vor­tmann nun auch mit rund 50 Inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger im Rah­men der jüngs­ten Ver­an­stal­tung der Rei­he „Knei­pen­ge­sprä­che“ in Marl.

Die Fra­ge nach der Zukunft der Mobi­li­tät – mit beson­de­rem Fokus auf dem Fahr­rad – war The­ma in der Gast­stät­te Forn­ari­na der SPD Orts­ver­ei­ne Dre­wer-Nord, Dre­wer-Süd, Alt-Marl-Bras­sert, Hüls-Süd und Sin­sen-Len­ker­beck. An der Ver­an­stal­tung nahm auf Initia­ti­ve des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Cars­ten Löcker auch der aus dem Radio – bei­spiels­wei­se von WDR 2 oder WDR4 – bekann­te Jour­na­list Vor­tmann als Refe­rent teil.

Die Mobi­li­tät für sich selbst neu ent­de­cken, nicht län­ger ‚Skla­ve der Auto­bahn‘ sein, Zeit spa­ren und dane­ben noch etwas Gutes für sich selbst und die Umwelt tun. So beschrieb Lud­ger Vor­tmann sei­nen Antrieb hin­ter dem Selbst­ver­such für vier Wochen bei Wind und Wet­ter täg­lich mit dem Pedel­ec von Zuhau­se aus rund 40 Kilo­me­ter bis zum WDR-Stu­dio Essen zurück­zu­le­gen. Sein Fazit lässt sich wohl an nichts bes­ser ver­deut­li­chen, als an der Tat­sa­che, dass Vor­tmann – trotz zwei­er Unfäl­le wäh­rend der Ver­suchs­pha­se – jetzt so gut wie jeden Tag auf’s Zwei­rad steigt um zur Arbeit zu fah­ren.

Die öffent­li­che Debat­te über Mobi­li­tät muss sich grund­le­gend ändern. Wir brau­chen Alter­na­ti­ven für die Mobi­li­tät von Mor­gen. Dazu gehört auch, dass man das Pro­jekt der fahr­rad­freund­li­chen Stadt wie­der­be­lebt und zukunfts­fä­hi­ge Mobi­li­täts­ket­ten – eine Stre­cke zum Bei­spiel mit Fahr­rad, Bahn und E‑Auto zurück­zu­le­gen – kun­den­freund­li­cher gestal­tet wer­den.“, sprach Cars­ten Löcker vie­len der Anwe­sen­den aus der See­le. „Dazu muss das Gan­ze aller­dings auch poli­tisch for­ciert wer­den, wozu die SPD-Land­tags­frak­ti­on ihren Bei­trag leis­ten. Die offen­si­ve Unter­stüt­zung der
Initia­ti­ve Auf­bruch Fahr­rad ist da selbst­ver­ständ­lich!“. Cars­ten Löcker ist selbst lei­den­schaft­li­cher Rad­fah­rer. Mit sei­nem Rad ver­sucht er vor Ort mög­lichst vie­le Stre­cken zu errei­chen. „Nur wenn man selbst weiß, wel­che Stol­per­stei­ne und Unwäg­bar­kei­ten Rad­fah­rern all­täg­lich begeg­nen, kann man sinn­vol­le und zweck­dien­li­che Lösungs­vor­schlä­ge aus­ar­bei­ten“, so der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te.

Für den Vor­sit­zen­den des SPDOrts­ver­eins Dre­wer-Nord, Jörg Ter­lin­den, einen der Gast­ge­ber des Abends steht fest, dass „wir die Bera­tun­gen über das Mobi­li­täts­kon­zept dazu nut­zen wer­den, die not­wen­di­gen Maß­nah­men durch­zu­set­zen, um Marl wie­der zur fahr­rad­freund­li­chen Stadt zu machen“.