Kita-Öffnungszeiten in NRW Abgeordneter Carsten Löcker: „In unserer Kommune Herten haben keine Kitas nach 17 Uhr geöffnet“

Die SPD-Land­tags­frak­ti­on woll­te von der schwarz-gel­ben Lan­des­re­gie­rung einen Über­blick über die Öff­nungs­zei­ten der Kitas im Land und hat dazu eine Klei­ne Anfra­ge gestellt. Die Ant­wort liegt nun vor. Dazu erklärt Abge­ord­ne­ter Cars­ten Löcker:

Das Ergeb­nis ist erschüt­ternd: Lan­des­weit haben nur 4 Pro­zent der Kitas noch nach 17 Uhr geöff­net. Das ist vor allem für Allein­er­zie­hen­de und Fami­li­en, in denen bei­de Eltern berufs­tä­tig sind, ein gro­ßes Pro­blem. In Her­ten hat Kei­ne der 30 Ein­rich­tun­gen Öff­nungs­zei­ten nach 17 Uhr geöff­net. Wir wol­len, dass für alle Eltern in Nord­rhein-West­fa­len eine Kita mit Öff­nungs­zei­ten von 7 Uhr bis 18 Uhr wohn­ort­nah zu errei­chen ist.

Die schwarz-gel­be Lan­des­re­gie­rung hat ange­kün­digt, 100 Mil­lio­nen Euro für die Aus­wei­tung der Öff­nungs­zei­ten bereit­zu­stel­len. Das Geld kommt zu 80 Pro­zent von Bun­des­fa­mi­li­en-Minis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey (SPD) und zu 20 Pro­zent von den Kom­mu­nen. Eige­ne Mit­tel stellt die schwarz-gel­be Lan­des­re­gie­rung nicht zur Ver­fü­gung, um das Pro­blem anzu­ge­hen. Das ist ein schwe­res Ver­säum­nis, auf das wir früh­zei­tig hin­ge­wie­sen haben.

Gleich­zei­tig wol­len wir dafür sor­gen, dass ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis zwi­schen dem Wohl und den Belan­gen von Kin­dern auf der einen und den Zeit­an­sprü­chen der Eltern auf­grund ihrer Berufs­tä­tig­keit auf der ande­ren Sei­te gewähr­leis­tet wird. Dabei gilt für uns das Prin­zip: „9 Stun­den am Tag sind genug”.

Die Anzahl der jähr­li­chen Schließ­ta­ge soll ohne Sams­ta­ge, Sonn- und Fei­er­ta­ge zwan­zig Tage im Jahr nicht über­schrei­ten. Doch mehr als zwei Drit­tel der Kitas in NRW nut­zen die gesetz­li­chen Spiel­räu­me und schlie­ßen län­ger. Dies ist für vie­le Eltern, ins­be­son­de­re für Allein­er­zie­hen­de ein Pro­blem. Im Sin­ne der Eltern muss das Land die Kitas stär­ker unter­stüt­zen. Die bis­he­ri­gen Plä­ne zemen­tie­ren aller­dings den Sta­tus Quo mit star­ren Buchungs­zei­ten und ohne nach­hal­ti­ge Finanz­re­form für zusätz­li­ches Per­so­nal.“