Eiserner Rhein: Stillstand auf der Zugstrecke Ruhrgebiet-Antwerpen Ministerpräsident Laschet muss endlich liefern

Im Wahl­kampf und auch in Regie­rungs­er­klä­run­gen ver­sprach und ver­spricht Minis­ter­prä­si­dent Armin Laschet immer wie­der voll­mun­dig, dass er NRW zum Impuls­ge­ber der deut­schen und euro­päi­schen Poli­tik machen wol­le. Ein ech­tes Vor­zei­ge­pro­jekt in die­sem Sin­ne wäre die Reak­ti­vie­rung der Bahn­li­nie „Eiser­ner Rheinfür den Per­so­nen­ver­kehr vom Ruhr­ge­biet nach Ant­wer­pen, Bel­gi­en.

Mit dem „Eiser­nen Rhein” meint man die Zug­li­nie von Mön­chen­glad­bach-Rheydt nach Ant­wer­pen, die 1879 in Betrieb genom­men wur­de und die der bei­den Welt­krie­ge zum Opfer fiel. Seit Jahr­zehn­ten wird über einen Aus­bau des neue­ren „Eiser­nen Rheins” nach­ge­dacht, die­ser wird auch poli­tisch gefor­dert; doch kon­kre­te Plä­ne gibt es bis heu­te nicht. Seit dem 15. März 2007 wird der nie­der­län­disch-bel­gi­sche Teil wie­der für den Güter­ver­kehr genutzt. Test­wei­se fuhr ein Zug von Ant­wer­pen-Nord nach Duis­burg, dabei konn­te die Rei­se­zeit von sechs auf drei Stun­den redu­ziert wer­den. Vor die­sem Hin­ter­grund übt Cars­ten Löcker in Form einer Klei­nen Anfra­ge Druck auf die Lan­des­re­gie­rung aus, tätig zu wer­den.

Im Wort­laut:

  1. Ist das Pro­jekt „Reak­ti­vie­rung des Eiser­nen Rheins“ von der Lan­des­re­gie­rung beer­digt wor­den?
  2. War­um gibt es kei­ner­lei Fort­schrit­te?
  3. Wel­che Hemm­nis­se hat die Lan­des­re­gie­rung hin­sicht­lich der Rea­li­sie­rung des Pro­jek­tes bei den Betei­lig­ten bis­lang nicht über­win­den kön­nen, ins­be­son­de­re auch mit Blick auf die Ver­hin­de­rungs­po­si­ti­on der CSU-Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter?
  4. Wel­che Gesprä­che hat der Minis­ter­prä­si­dent seit Amts­über­nah­me mit den Regie­run­gen Bel­gi­ens und der Nie­der­lan­de sowie den Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­tern geführt, um das Pro­jekt zu rea­li­sie­ren (Bit­te geson­dert nach Ter­mi­nen, Gesprächs­part­nern)?
  5. Gedenkt die Lan­des­re­gie­rung das Pro­jekt „Reak­ti­vie­rung des Eiser­nen Rheins“ auf Basis der zu favo­ri­sie­ren­den „A 52-Tras­se“ wei­ter vor­an zu brin­gen und wenn ja, wie? 

Es bleibt zu hof­fen, dass sich die Lan­des­re­gie­rung end­lich bewegt und ihrer Ver­ant­wor­tung im Land gerecht wird. Zu erwar­ten ist aber wohl eher, wenn über­haupt, hei­ße Luft denn tat­säch­li­cher Fort­schritt. Das ist bedau­er­lich.

Ich wer­de Sie zu die­sem The­ma auf dem Lau­fen­den hal­ten und weit­hin Druck machen. Denn eine gute Mobi­li­tät soll­te in unse­rer heu­ti­gen Zeit eine Selbst­ver­ständ­lich­keit sein!

Ihr Cars­ten Löcker