Carsten Löcker: „Landesregierung drückt Herten 2.901.267,41 Euro und Marl 4.298.065,82 Euro Schulden aufs Auge“

Ein­bre­chen­de Steu­er­ein­nah­men bei Bund und Land durch die Coro­na-Pan­de­mie wir­ken sich auch auf die Finanz­mit­tel für die 396 Städ­te und Gemein­den in NRW aus. Um die­se Ein­brü­che bei Städ­ten und Gemein­den aus­zu­glei­chen, hat der Land­tag beschlos­sen, die feh­len­de Sum­me auf­zu­sto­cken. Aller­dings hat die CDU/FDP-Lan­des­re­gie­rung das soge­nann­te Gemein­de­fi­nan­zie­rungs­ge­setz 2021 ledig­lich um ein Kre­dit­vo­lu­men in Höhe von rund 943 Mil­lio­nen Euro erhöht. Die­se Sum­me haben die Städ­te und Gemein­den somit zukünf­tig dem Land zurück­zu­zah­len. „Lei­der haben sich CDU und FDP dafür ent­schie­den, den Kom­mu­nen ein ver­gif­te­tes Geschenk zu machen“, beschreibt der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Cars­ten Löcker die Ent­schei­dung des Land­tags. „Anstatt den Kom­mu­nen die Steu­er­aus­fäl­le aus dem NRW-Ret­tungs­schirm aus­zu­glei­chen, bekom­men sie ledig­lich neue Schul­den auf­ge­bür­det“, so Cars­ten Löcker wei­ter.

Kon­kret drü­cken CDU und FDP Her­ten ins­ge­samt 2.901.267,41  Euro und Marl ins­ge­samt 4.298.065,82  Euro neue zusätz­li­che Schul­den aufs Auge. Als SPD-Frak­ti­on haben wir uns für ech­te Finanz­hil­fen und nicht für wei­te­re Schul­den aus­ge­spro­chen. Der Ret­tungs­schirm des Lan­des bie­tet dafür die recht­li­che Grund­la­ge und Mög­lich­keit. Die Lan­des­re­gie­rung und die CDU/FDP-Mehr­heit betä­ti­gen sich hin­ge­gen lie­ber als Schul­den­trei­ber unse­rer Kom­mu­nen“, kom­men­tiert Cars­ten Löcker das Vor­ge­hen.

Hin­ter­grund:

Die Kom­mu­nen in NRW (Städ­te, Gemein­den, Krei­se und die bei­den Land­schafts­ver­bän­de) wer­den zu 23 Pro­zent an den Ein­nah­men aus den soge­nann­ten Ver­bund­steu­ern betei­ligt. Die Ver­tei­lung die­ses 23-pro­zen­ti­gen Anteils auf die 396 Städ­te und Gemein­den und 31 Krei­se wird über das soge­nann­te Gemein­de­fi­nan­zie­rungs­ge­setz jedes Jahr gere­gelt. Coro­na-bedingt sin­ken die Ein­nah­men aus den Ver­bund­steu­ern. Somit sinkt auch der 23-pro­zen­ti­ge Anteil der Kom­mu­nen. Die­sen Aus­fall stockt die Lan­des­re­gie­rung mit einem Kre­dit in Höhe von ins­ge­samt gut 942 Mil­lio­nen Euro auf. 

Die Kre­dit­sum­me der Städ­te und Gemein­den sowie des Krei­ses ver­teilt sich wie folgt: Höhe von ins­ge­samt gut 942 Mil­lio­nen Euro auf. 

  • Gemein­de Marl4.298.065,82 Euro
  • Gemein­de Her­ten2.901.267,41 Euro

Kreis Reck­ling­hau­sen: 3.610.491,84 Euro