Bewährte Strukturen der Arbeitslosenzentren und Erwerbslosenberatungsstellen nicht zerschlagen – Beratung für Arbeitslose in Herten und Marl muss weiter finanziert werden!“

Die schwarz-gel­be Lan­des­re­gie­rung will die bewähr­ten Struk­tu­ren der Arbeits­lo­sen­zen­tren und Erwerbs­lo­sen­be­ra­tungs­stel­len in NRW zer­schla­gen. Arbeits­mi­nis­ter Karl-Josef Lau­mann hat ange­kün­digt, bereits in die­sem Jahr mit den Umstel­lun­gen zu begin­nen. Hier­zu erklärt der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Cars­ten Löcker:

Das unklu­ge Ver­hal­ten der Lan­des­re­gie­rung sorgt für gro­ße Unsi­cher­heit bei allen Betei­lig­ten. Dabei hel­fen die unab­hän­gi­gen Bera­tungs­stel­len vie­len Arbeits­lo­sen bei der Bewäl­ti­gung ihrer All­tags­sor­gen und bei der Suche nach einem neu­en Job. Die Beschäf­tig­ten in den Bera­tungs­zen­tren wie hier in Her­ten und Marl machen einen aus­ge­zeich­ne­ten Job, sind höchst erfah­ren und Exper­tin­nen und Exper­ten im Umgang mit dem The­ma Arbeits­lo­sig­keit. Sie hel­fen vie­len Arbeits­lo­sen bei der Bewäl­ti­gung ihrer All­tags­sor­gen und bei der Suche nach einem neu­en Job.

Klar ist auch, dass der Bera­tungs­be­darf der Men­schen seit Jah­ren steigt. In Anbe­tracht einer schwä­cher wer­den­den Kon­junk­tur, Umbrü­chen auf dem Arbeits­markt durch die Digi­ta­li­sie­rung und damit ein­her­ge­hend stei­gen­der Arbeits­lo­sen­zah­len ist abseh­bar, dass der Bedarf nach guter Bera­tung noch grö­ßer wird. Des­we­gen muss eine Finan­zie­rung und Wei­ter­füh­rung der Arbeits­lo­sen­zen­tren und Erwerbs­lo­sen­be­ra­tungs­stel­len durch die Lan­des­re­gie­rung garan­tiert wer­den. Die Beschäf­tig­ten und die rat­su­chen­den Arbeits­lo­sen glei­cher­ma­ßen haben das Recht auf Pla­nungs­si­cher­heit. Daher setzt sich die SPD-Land­tags­frak­ti­on dafür ein, dass die 79 unab­hän­gi­gen Arbeits­lo­sen­zen­tren und 73 Erwerbs­lo­sen­be­ra­tungs­stel­len in NRW über das Jahr 2020 erhal­ten und ver­läss­lich finan­ziert wer­den. Auch hier in Marl und Her­ten.“

* * *

Hin­ter­grund:

In NRW gibt es aktu­ell 73 Erwerbs­lo­sen­be­ra­tungs­stel­len und 79 Arbeits­lo­sen­zen­tren

  • Die Bera­tung der Erwerbs­lo­sen­be­ra­tungs­stel­len und das Ange­bot der Arbeits­lo­sen­zen­tren unter­schei­den sich in ihren Hand­lungs­an­sät­zen und Ziel­set­zun­gen.

  • Die Erwerbs­lo­sen­be­ra­tungs­stel­len kon­zen­trie­ren sich auf die beruf­li­che Ent­wick­lung, Qua­li­fi­zie­rungs- und Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten. Sie legen den Fokus der Bera­tung auf die wirt­schaft­li­che und psy­cho­so­zia­le Situa­ti­on des Rat­su­chen­den in Augen­schein. Sie unter­stüt­zen bei recht­li­chen Fra­gen, fun­gie­ren als Lot­sen zu ande­ren Insti­tu­tio­nen und ver­net­zen sich mit loka­len, regio­na­len und über­re­gio­na­len Hil­fe­netz­wer­ke.

  • Die Arbeits­lo­sen­zen­tren arbei­ten nach dem Prin­zip der Hil­fe zur Selbst­hil­fe. Sie geben den Men­schen die Mög­lich­keit, ihr Leben selbst zu gestal­ten. Ihr Ange­bot ist bewusst nied­rig­schwel­lig gehal­ten. Sie bie­ten Begeg­nungs­mög­lich­kei­ten und sozia­le Kon­tak­te. Die indi­vi­du­el­le und per­sön­li­che Ent­wick­lung der Men­schen soll gestärkt wer­den. Als Anlauf­stel­le für Arbeits­lo­se steht die Stär­kung der Selbst­be­stim­mung der Men­schen und ihrer Teil­ha­be­mög­lich­kei­ten an der Gesell­schaft im Mit­tel­punkt.